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RAGE NUCLÉAIRE - Unrelenting Fucking Hatred

VÖ: 19. Oktober 2012
Season Of Mist

Ich vermute mal, "Rage Nucléaire" heißt "atomare Raserei". Also, ich lege mich ganz sicher nicht mit den Kanadiern an. Schon nach dem ersten Song "Violence Is Golden" ist klar, hier werden keine Gefangenen gemacht. Der Sänger nennt sich zwar Lord Worm (ex-Cryptopsy), hört sich aber an wie ein Kampfhund, dem man auf den Schwanz getreten hat und das durchgängig. Ebenfalls die ganze Scheibe durch darf man Drumgeballer genießen und dazu dunkle, treibende Melodien die manchmal im Schützengraben, ich meine natürlich im Hintergrund, versteckt sind, aber nach vorne treten, wenn der Lord mal Pause macht. Die Herrschaften sind überwiegend in Hochgeschwindigkeit unterwegs. Höchstens kurzzeitig oder auch bei den Intros hat man das Gefühl, es wird vom Gas gegangen. Allerdings ist das nur vordergründig, das stetige Inferno der Drums bleibt. Auflockerung bringen kleine Einsprengsel. Da hört man zum Beispiel marschierende Truppen, Schüsse, Sirenengeheul, eine weinende Frau oder eine deutsche Kriegsansprache. Das Cover passt perfekt zum Thema. Eine zerstörte Stadt, dargestellt durch massenhaft Schutt und halb zerfallene Hochhäuser, und in blutrot springt einem der Name der Band entgegen. Und jetzt im Klartext: Rage Nucléaire machen genialen Black Metal mit hammerhartem, grindigen Gesang, rasend, aggressiv, unerbittlich und trotzdem melodisch, ein sehr gelungenes Debütalbum für hartgesottene Lärmliebhaber. (st)

8,5/10