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RAGNAROK - Psychopathology

VÖ: 25. März 2016
Agonia Records

Langsam rutschen mir Ragnarok doch wieder in die Belanglosigkeit ab, wie meine Recherchen vor meinem Erstkontakt ("Collectors Of The King" - 2010) ergaben. Vielleicht hat es ja etwas mit dem Wechsel zu Agonia Records zu tun, dass sich die Norweger seit ihrem letzten Album "Malediction" in unverdaulichere Regionen manövrieren. Radikal sind sie ja, kann man nicht abstreiten. Und wenn sie sich dann mal auf ihr zwar nicht überragendes, aber dennoch annehmbares Melodie-Gespür verlassen, dann mache ich gerne mal einen guten Haken an Songs wie "Heretic", "My Creator" oder den Titelsong. Den Rest der Songs will ich nicht als schlecht abtun, aber manchmal (wie schon auf dem Vorgänger) wird mir die Chose zu sperrig. Nicht, weil sie übertechnisch sind, eher aufgrund der kleinen Wendungen und Hakenschläge in Verbindung mit recht höhepunktarmem Standardriffing. Das Ganze kommt dann ungefähr so effektiv rüber wie ein Panzer, der über einen Schützengraben hinweg rollt - aber auch so unspektakulär. Hat man (leider) schon zu oft gesehen. Schmackhaft für die Fans der ersten Stunde ist dagegen die limitierte CD-Box, der eine Bonus-CD mit raren Demos und EPs beiliegt. (sw)

6,5/10