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RANGER - Where Evil Dwells

VÖ: 13. März 2015
Spinefarm Records

Oha, ich weiß noch genau, wie mir Ranger letztes Jahr auf dem Keep It True 'nen derben Scheitel gezogen haben. Ich weiß, Ähnliches habe ich just auch über Evil Invaders geschrieben. Doch um es vorweg zu nehmen - "Where Evil Dwells" pulverisiert deren "Pulses Of Pleasure" mit Leichtigkeit! Kontrollierter, entschlossener, ausdrucksstärker - gefährlicher! Das heiß erwartete Longplay-Debüt der Finnen vollzieht beeindruckend einen Spagat mit der Seele in den Achtzigern und der groben Kelle in der Gegenwart. Kann mir keiner erzählen, dass man beim Ausrasten mit "Where Evil Dwells" nicht immer wieder kleine Funken von "Kill 'Em All" (viel), "Show No Mercy" (einige), "Bonded By Blood" (ein bisschen) und sogar "We Have Arrived" (ein paar) aufblitzen sieht. Man kann sich über nicht genug zwingende Hooklines beschweren, aber wie schreibt man heutzutage schon noch Geschichtsträchtiges wie "The Four Horsemen", "Evil Has No Boundaries", "Strike Of The Beast" oder "Hell's On Its Knees". Meistens gar nicht. Ranger riffen und solieren (sehr geil!) durch ihre sieben Tracks, als gäbe es kein Morgen, immer wieder angepeitscht von Bassist Dimi's giftigen Vocals. Vielleicht ist der Titelsong etwas zu lang geraten, aber im Ganzen stört das herzlich wenig, zumal wenn dir der finale "Storm Of Power" wirklich noch mal alles abverlangt. Meine Fresse, solch gute Zeiten hatte meine Nacken schon lange nicht mehr! (sw)

9/10