Impressum Startseite
Reviews Interviews Live Specials Jobs

RAVEN - ExtermiNation

VÖ: 24. April 2015
Steamhammer

Wie oft der Name Raven in den letzten 26 Jahren meinen Weg kreuzte, weiß ich nicht mehr. Aber irgendwann mal einen ihrer Songs gehört? Nicht ein Mal! Ich meine, Raven gibt es seit über 40 Jahren und da müssen sie erst ihr 13. Studio-Album veröffentlichen, um mir zu Ohren zu kommen … faszinierend, traurig, skurril. Unvoreingenommenheit deluxe. Raven zählen zwar zur NWOBHM und definitiv auch als Einfluss für so manche Speed/Thrash-Kapelle, am Ende höre ich auf "ExtermiNation" aber "nur" die beiden Gallagher-Brüder und ihren seit 1988 mit an Bord befindlichen Fellverdrescher Joe Hasselvander, wie sie ihre ganze Erfahrung in die Wagschale legen und einen abwechslungsreichen 15-Tracker eingetrümmert haben, der vor allem eines hat - Kraft! Fast 40 Jahre und solch eine Kraft. Richtig schön "in your face" mit einer Menge Uptempo (u.a. "Destroy All Monster", "No Surrender" und dem griffigen "Malice In Geordieland"). Dazu ein paar amtliche Rock-Stampfer ("It's Not What You Got" und "Thunder Down Under"), mit "Battle March Tank Treads (The Blood Runs Red)" noch 'ne Extra-Packung Steroide und im Gegenzug auch mal ein wenige Rückzug mit "Tomorrow" oder "River Of No Return", auf dessen Einstieg selbst ein Blaze Bailey steil gehen würde. Zwar gibt es mit "Fire Burns Within" und "Silver Bullet" auch leicht Verzichtbares - ebenso wie "One More Day", da bekommt man aber einen echt geilen Refrain vorgelegt. Macht halt die Erfahrung.
Nochmal - solch ein Album nach fast 40 Jahren, welches einen komplett Unwissenden wie mich wirklich begeistert und beeindruckt - das soll erst mal eine andere Band nachmachen. (sw)

8/10