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RAVEN - Live At The Inferno (Re-Release)

VÖ: 09. Juni 2017
Dissonance Productions

Raven werden beim Keep It True 2018 ein Special Set spielen, das sich auf die ersten drei Alben beschränkt. Man kann also erwarten, dass es genau so klingen wird, wie das 1984 erschienene Live-Album "Live At The Inferno". Aber ein Co-Headliner bzw. Headliner werden sie nicht sein. "Warum?" fragte ich einen Zeitzeugen und der erklärte mir grob umschrieben, dass nach dem dritten Album "All For One"“ wohl alle Weichen gestellt waren, doch dann ein Major-Label die Zügel in die Hand nahm und "keine Ahnung von Metal hatte" (O-Ton). Und so - so scheint es mir retrospektiv gesehen zumindest - boxten sich Raven mit starken Alben weiterhin bis zum heutigen Tage durch, ohne je den großen Wurf zu landen - klingt fast wie bei Anvil.
Ein Aufsatz über die undurchsichtigen Ungerechtigkeiten im Metal soll das hier aber nicht werden, sondern soll eher Freude darüber ausdrücken, dass die aktuelle Re-Release-Serie für später Geborene noch mal echte Chancen bietet und gerade in Bezug auf den anstehenden KIT-Gig dürfte "Live At The Inferno" die perfekte Vorbereitung sein. Ein großartiges Zeitdokument (welches im Original sogar seinerzeit als Doppel-LP veröffentlicht wurde - vor YouTube und Konsorten war sowas echt noch toll!) ist es allemal und zeigt ein Power Trio in der hörbar besten Form ihres Lebens.
Warum bei den drei Raven-Re-Releases aber das Zweitwerk "Wiped Out" fehlt, ist mir schleierhaft. Zumindest bekommt man als Neuentdecker mit "Faster Than The Speed Of Light", "Star Wars", "Fire Power" und "Live At The Inferno" noch ein paar Tracks von besagtem Album zu hören. Immerhin. (sw)

9/10