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RAVENCULT - Force Of Profanation

VÖ: 11. November 2016
Metal Blade

Das ist der Stoff, aus dem die richtig starken Alben gemacht sind. Mit ihrem 2011 erschienen zweiten Album "Morbid Blood" blieben mir Ravencult so gut in Erinnerung, dass ich echt heiß auf den quasi "make it or break it"-Longplayer war. Und nun donnert "Force Of Profanation" in knapp 33 Minuten mit einem konstant hohen Brutalitäts- und Energie-Level, dass ich an die ganzen "vielleicht etwas eintönig"-Nörgler mal eine Frage habe: Wen hat das bei "Reign In Blood", "Altars Of Madness", "Bonded By Blood" oder "Left Hand Path" gestört?! Nein, Ravencult erschaffen keinen neuen Klassiker der Metalwelt, haben aber die unbändige Entschlossenheit inne (und das seit Bandbeginn!), die es ihnen ermöglicht, mit "nur" acht Songs alles zu sagen und den Hörer mit einem amtlichen "Hell Yeah!" zurückzulassen. Black und Thrash halten sich die Waage, Slayer und Possessed hatten in der Früherziehung erheblichen Einfluss, dazu die Treffsicherheit der sägenden Riffs, die Präzision der Drums und die hasserfüllten Vocals - genügend Gründe. Unbarmherzigkeit und Qualität widersprechen sich also nicht zwingend. Tut mal richtig gut, solch einen fiesen Scheitel gezogen zu bekommen.
Mein Fazit lege ich bewusst übertrieben aus - Ravencult positionieren sich breitschulterig zwischen punkigen Desaster und abwechslungsreicheren Deströyer 666 … und außerdem - als Fussnote - würden sie Watain gerne die spirituellen Leviten lesen. Eine ganz klare Ansage, oder?! (sw)

8,5/10