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RAVENSIRE - The Cycle Never Ends

VÖ: 05. Februar 2016
Cruz Del Sur Music

Der Albumtitel stimmt schon mal in so weit, dass der Kreis sich niemals schließt, da es immer Bands geben wird, die sich an alten Helden orientieren oder wie eben diese klingen. So schlimm ist es bei Ravensire aber nicht. Eher hat das neue Schlachten-Epos der Portugiesen ein paar von diesen Momenten, wo du eine Melodie hörst, die dir seltsam vertraut vorkommt und du dich ertappst, von einem "Och nö" zu einem "Och, wie schön!" hinüber zu wechseln. Das macht aus "The Cycle Never Ends" zwar kein Hammer-Album, aber eines, auf dem sich weiter aufbauen lässt (es gab seit 2010 eine EP, einen Longplayer und eine Split). Epic Fans, die aber weniger doomig unterwegs sind, sollten auf jeden Fall ein Ohr riskieren, wenn ihre unantastbaren Helden Omen, Manowar oder vielleicht auch Running Wild heißen und sie dazu auch Bands wie Battleroar oder Doomsword mit auf dem Schlachtfeld haben. Was mir persönlich gut gefällt, ist der Mut, zwischendurch auch mal das Tempo zu erhöhen ("Solitar Vagrant" und "Trapped In Dreams") und dass das Quartett immer ein Auge darauf hat, die Atmosphäre nicht zu kitschig werden zu lassen und nach ernsthafter Tiefe sucht (was im Falle von "Temple At The End Of The World (White Pillars Part III)" wirklich gelungen ist). Was mir persönlich nicht gefällt (und die Betonung liegt stark auf "persönlich"!), ist die Stimme von Bassist Rick, der zwar nicht perfekt singt (was er auch nicht muss), er mich aber immer wieder latent an Grave Digger's Chris Boltenthal erinnert - solche Dinge rangieren einfach unter "kann ich einfach nicht riechen". Daraus kann ich den Jungs aber keinen Strick drehen. Allein schon, weil "The Cycle Never Ends" wirklich gut in einem Rutsch durchläuft. Die Einstellung stimmt und ich behaupte, da geht in Zukunft noch mehr! (sw)

7,5/10