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RIBSPREADER - The Van Murders - Part 2

VÖ: 06. Juni 2018
Xtreem Music

Als hätte ich in den ersten fünf Monaten nicht schon genug Rogga Johansson um die Ohren bekommen (Johansson & Speckmann, Revolting, The Grotesquery), nein, es muss auch noch ein neues Ribspreader-Output sein. Außer dem starken 2014er "Meathymns" gibt mein Ribspreader-Repertoire nichts her, weswegen ich "The Van Murders - Part 2" auch nicht mit der Vergangenheit und schon gar nicht mit "The Van Murders" (2011) vergleichen werde - auch wenn das Presse-Wischblatt mir Letzeres als Meilenstein verkaufen möchte. Rogga und seine Sidekicks zerhacken auf dem nunmehr siebten Longplayer den Brustkorb in ihrer unnachahmlichen Manier, lassen die Gitarren in jedem Song immer eine kleine Schwedentod-Anekdote erzählen, haben aber auch ein paar amerikanische Überfalltaktiken in petto. Nur gelegentliches Deathcore-artiges Gequietsche hätte nicht sein müssen - das kann einen richtig guten Song wie "Meat Bandit" am Ende ganz schön schmälern. Drumherum gibt es mitunter ordentlich was aufs Fressbrett. "Back On Frostbitten Shores" sägt fast wie ein Brutalo Punk, "Come Out And Play Dead" oder "Departure LA" keulen auch gut was weg und das Instrumental "The Cleaners Theme 2" trägt eindeutig Roggas simpel-effektive Harmonie-Handschrift. Dennoch will das Album bei mir einfach nicht richtig zünden, was beim vierten Rogga-Produkt im sechsten Monat und dem Auf und Ab der letzten Releases nur zu einer glatten Sieben tendiert … und in Kürze kommt die dritte Down Among The Dead Men-Scheibe … (sw)

7/10