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ROAD WARRIOR - Power

VÖ: 05. Oktober 2018
Gates Of Hell Records

Bei Gates Of Hell Records empfinde ich so langsam eine gewisse Vorbelastung. Ich "muss" neue Produkte quasi gut finden, weil mich das Label in der Vergangenheit nie enttäuscht hat und so manche Skurrilität zum Dauerbrenner in meinem Player machte.
Da erschrecke ich doch fast, als mich der eher verhaltene Opener "Don't Fight Fate" etwas weniger tangiert. Koala sei Dank legt das australische Trio danach aber mit dem treibenden "On Iron Wing" so dermaßen geil nach, dass alle Sorgen binnen 204 Sekunden verschwunden sind. Nach der erneuten leichten Geschmacksjustierung "Devils In Waiting" (die hohen Screams sollte Bassist Denny "Denimal" Blake“ lieber lassen oder noch üben) hat mich das "Regressive Metal"-Fieber dann aber vollends gepackt. "I Am The Hunger", "Tease 'n Torture", "Sweating Out The Poison", "Back Alley Tokyo Woman" - ich weiß nicht, wie man es besser beschreiben könnte, als klassischen "Gates Of Hell Records Metal". Und wer sich eine etwas metallisiertere Version der schwedischen Labelkollegen Gravebreaker vorstellen kann, kommt in Verbindung mit der ähnlich trockenen Produktion schon in die richtige Richtung.
Mal abgesehen davon: Als hätten die Herrschaften in Down Under nichts Besseres zu tun. Diese drei Straßenkämpfer bringen es laut den Metal Archiven auf stattliche 16 (ex-)Bands! Genügend Erfahrung haben sie also seit den Neunzigern gesammelt, was auch die fast schon rotzfreche Abgeklärtheit erklären würde, mit der dieses Debüt eingeholzt wurde. Jetzt bitte beweisen, dass das keine Eintagsfliege ist.
P.S.: Und der Opener gefällt mir jetzt auch richtig gut. (sw)

8/10