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SABATON - Heroes

VÖ: 16. Mai 2014
Nuclear Blast

Den Kult um Sabaton werde ich vermutlich nie so wirklich verstehen. Aber Heavy Metal ist ja nun auch nicht das einzige Musikgenre, in dem etwas so Banales so überaus erfolgreich ist. Wie schon dem Vorgänger "Carolus Rex" (2012), kann ich aber nun auch "Heroes" durchaus ein paar positive Seiten abgewinnen - wenngleich auch deutlich weniger. Zumindest das eröffnende Doppel aus dem flotten Opener "Night Witches" und dem folgenden und eingängigen "No Bullets Fly" sind durchaus ansprechende Nummern, ebenso wie gegen Ende die treibende Power Metal Hymne "Soldier Of 3 Armies". Doch dazwischen muss ich immer wieder mal den Kopf schütteln oder zumindest die Stirn runzeln. Zwischen langweiliger Standard Heavy Metal Kost ("Smoking Snakes", "Far Frome The Fame"), erreichen die Schweden mit der dämlichen Western(!)-Schunkel-Nummer "To Hell And Back" und der peinlichen und zum Fremdschämen animierenden Pianoballade "The Ballad Of Bull" den Tiefpunkt des Albums, dem der - zwar wie immer recht eingänge, aber gänzlich unspannende - Abschluss mit "Hearts Of Iron" in kaum etwas nachsteht. Ich kann durchaus nachvollziehen, dass sich Leute mit geringem musikalischem Anspruch diesem hymnenhaften Helden- und Schlachten-Epos-Kitsch kaum entziehen können. Für mich ist das hier schlicht und einfach "Ballermann Metal" für Kurzhaarige mit Sonnenbrillen und Tarnfleckhosen. Oder anders formuliert: "Heroes" ist nichts weiter als handwerklich ganz gut gemachter Heavy/Power Metal, der zudem von Peter Tägtgren (für was der sich nicht alles hergibt …) top produziert ist. Zumindest ist der "Spaß" nach 37 Minuten zu Ende - so lange braucht man übrigens auch für einen Eimer Sangria … (maz)

6/10