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SACRAL RAGE - Illusions In Infinite Void

VÖ: 27. März 2015
Cruz Del Sur Music

Griechenland geht es nicht schlecht … Griechenland bietet nämlich immer noch genügend Möglichkeiten, um eine solch fantastische Band wie Sacral Rage hervorzubringen. Nachdem die Band 2013 mit ihrer EP "Deadly Bits Of Iron Fragments" auf sich aufmerksam machte (Memo an mich: unbedingt besorgen!), liegt jetzt das Longplay-Debüt vor, welches ich wohlwollend mal als irrwitzig bezeichnen möchte. Ich brauchte einen Moment, bin mir aber nun sicher, dass als Referenz die erste Watchtower, als auch Hades und Toxik absolut gerechtfertigt sind. In Bezug auf die Saitenkunst (Gitarre und Bass!) dürfen sich aber auch Fans von späten Death oder Control Denied angesprochen fühlen. Technisch voll auf der Höhe, aber zugänglicher. Sie könnten dich wahrscheinlich schwindelig spielen, tun es aber nicht. Sie geben nur echt Gas, fordern immer wieder mit Wendungen und geschlagenen Haken, beruhigen zwischendurch auch mit anständigen atmosphärischen Parts und zaubern in der unendlichen Leere keine Illusionen, sondern feinste auf einem Speed/Thrash/Prog-Amboss geschmiedete US Metal-Perlen, die auf solch illustre Namen hören wie "Waltz In Madness" (eine Abrissbirne), "Inner Sanctum Madness" (die straighte US Metal Seite der Band), "Panic In The Urals (Burning Skies)" oder "Lost Chapter E: Amarna's Reign" (das grandiose Finish). Wer zudem von glasklaren High Pitch-Vocals nicht genug bekommen kann, dürfte mit "Illusions In Infinte Void" endgültig im siebten Himmel sein, denn die Töne, die Sänger Dimitris K. hier teilweise von sich gibt, lässt so manches Glas in der Vitrine erzittern. Und wenn ich mir überlege, dass diese Vier bestimmt in der Lage sind, diese hohe Kunst auch auf die Bühne zu bringen, erzittere ich ebenfalls und ersehne das Keep It True Festival in einem Monat herbei! (sw)

8,5/10