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SANCTORUM - Semper Fidelis

VÖ: 21. März 2011

Ziemlich clever, als Stilbeschreibung schlicht "Metal" anzugeben. Denn trotz einer wirklich homogenen Mischung ist eine Einordnung nicht so einfach. Die Briten präsentieren auf ihrem dritten Album knackige Thrash Metal Riffs auf vornehmlich im Midtempo angesiedelten Beats mit passend gesetzten Ausschlägen nach oben. Das kräftige Shouting erinnert mich fast etwas an Heaven Shall Burn und die Clean Vocals haben ziemlich wenig mit Gel-verschmierten Seitenscheiteln zu tun. Und ich vermeide hier absichtlich das Wort Metalcore. Denn allein die ausgeklügelte Gitarrenarbeit inklusive der filigranen Soli hat mehr von einer traditionellen Gangart, sofern man sich zeitweise auch mit Bands wie z.B. The Haunted oder Machine Head ("Crown Of Scars") anfreunden kann. Auffällig ist - wie bereits erwähnt - die Homogenität und die songwriterische Klasse. Langeweile ist in dieser Stunde mit seinen zwölf Songs (plus Intro) abwesend. Gewisse Vorzüge hängen von den eigenen Vorlieben ab. Ich persönlich kann speziell Songs wie "Rise Of The Underdog", "For Our Sins", "Paradigm", "Dying Breed" oder "Burn Away" tendenziell am meisten abgewinnen - aber bei dem Qualitätslevel ist das eigentlich Haarspalterei. Selbst getragenen Stoff setzt man mit „Cast Aside“ und besonders mit „Empty Glass“ eindrucksvoll um. Echt schade, dass hier noch kein namhafteres Label zugeschlagen hat. Zur Unterstützung dieses Vorhabens vergebe ich fette acht Punkte, mit denen man jetzt Türen eintreten kann, falls die durch die starke Produktion nicht eh schon aus den Angeln geflogen sind. (sw)

8/10