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SARCASM - Within The Sphere Of Etherial Minds

VÖ: 28. April 2017
Dark Descents Records

Wieder so ein Ding für Underground-Trüffelschweine. Sarcasm aus Uppsala haben es in ihrer ersten aktiven Zeit von 1990 bis 1994 auf satte sechs Demos gebracht und ihr erster 1994 aufgenommener Longplayer erblickte erst 2011 im Rahmen einer Compilation und letztes Jahr als Stand Alone-Release das Licht der Welt. Somit ist "Within The Sphere Of Etherial Minds" das quasi zweite Album. Die Band um Ur-Sänger Heval Bozarslan und Gitarrist Anders Eriksson hat sich mit Imperial Domain-Musikern verstärkt und bekommt von Schlagzeug-Monster Matte Modin (Firespawn, Raised Fist, ex-Defleshed, ex-Dark Funeral, usw.) erwartungsgemäß den passenden Drive verpasst. Bevor ich alte Demos bei YouTube durchwühle (wobei man sehr wohl fündig werden kann) nehme ich dieses Album lieber als meine Komplett-Premiere und bin echt begeistert. Sarcasm verstehen sich als Grenzgänger zwischen Death und Black Metal der melodischen Frühneunziger-Gattung, wobei die Schlagseite eindeutig gen Death Metal hängt und somit Freudentränen bei denen verursacht, die gerne in ihrem "No Fashion Records"-Fundus wühlen oder die verblichenen Gates Of Ishtar vermissen. Nur sind wir eben im Jahr 2017 und Gott sei Dank klingt "Within The Sphere Of Etherial Minds" nicht altbacken, sondern hat genügend Dampf, um zu bestehen. Abwechslungsreiches Songwriting, Melodienreichtum ohne Kitsch, keine (!) Clean Vocals und über die Antreiber-Qualitäten von Matte sprachen wir ja schon. Songs wie "From The Crimson Fog They Emerge", "Embodiment Of Source" (großartiges Eröffnungsthema!) oder "The Drowning Light At The Edge Of The Dawn" öffnen Türen zu alten Welten, ohne dass man dabei wehmütig zurückblickt. Das Lyric Video zu "In The Grip Of Awakened Times" geistert schon seit zwei Monaten im Netz umher. Checkt den Song an und der Kauf dieses Albums wird nur noch Formsache sein. (sw)

8,5/10