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SARCÓFAGO - Die ... Hard

VÖ: 11. Dezember 2015
Greyhaze Records

Vulcano wurden von mir dieses Jahr als "Wurzel allen brasilianischen Übels" bezeichnet. Dabei kann man auch bleiben. Aber fragt mal die ganzen Black Thrasher oder so manche Black Metal Kapelle in ihrer Frühphase, was sie von Sarcófago halten. Die lieben das infernalische Geprügel heute, welches Ende der Achtziger/Anfang der Neunziger einige heutige Szeneveteranen als "schlimmer als die erste Sodom-EP" einstuften. Und zugegeben - da muss man drauf können. Denn auf "Die … Hard" graben Greyhaze Records ganz tief in der brasilianischen Grube und schmeißen diverse Demo- und Rehearsal-Versionen zusammen mit der "Christ's Death"-Demo und der allerersten Demo "Satanic Lust" zusammen. Letzteres ist dabei noch das am meisten Interessante. Denn es ist drei Mal (!) vertreten. Die offizielle Version dessen dürfte gemessen am Rest der Compilation den "besten" Sound haben. Versionen Eins und Zwei sind derbe Proberaumaufnahmen. Puristen werden es abgöttisch lieben. Das ist Kult - das ist echt - das ist das einzig Wahre … ich bin mir selbst auch nicht im Klaren. Denn spielerisch waren die Herren mit solch illustren Namen wie Wagner Antichrist (ex-Sepultura!), D.D. Crazy, Gerald Incubus, Pussy Fucker oder einfach nur Leprous oder Butcher ziemlich rüpelig drauf. Ungestüm, roh, infernalisch, nicht immer ganz taktrein (da sind so ein paar Breaks … auweia), aber mit mehr als nur Herzblut bei der Sache. Aus damaliger Sicht vielleicht dilettantisch, heutzutage als wegweisend gepriesen, was ich auch nicht abstreiten kann. Irgendwie macht der Blick in die Historie richtig Laune und Legionen von Nachahmern schwören drauf. Muss also irgendwie wertvoll sein. (sw)

8/10