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SARKE - Bogefod

VÖ: 26. Februar 2016
Indie Recordings

Bogefod ist ein Konzeptalbum über Torolv Bogefod, eine Gestalt aus einer Isländersaga, die nach einem schrecklichen Tod aus seinem Sarg gestiegen ist und im Anschluss Tod und Verwüstung über die dortigen Dorfbewohner gebracht hat. Schwere Kost also und wenn ich ehrlich bin, habe ich nur angefangen Sarke zu hören, weil Nocturno Culto dort singt. Allerdings bleibt mir irgendwie nichts anderes übrig, als mich auch solcher Musik zu öffnen, denn wenn ich weiterhin immer nur übelsten, schwarzen Lärm erwarte, brauche ich mir bald keine CDs mehr zulegen. Also finde ich die Mischung aus dem für die Band typischen Gesang von Nocturno Culto, knarzig, grimmig, leicht atemlos und manchmal etwas gequält und den instrumentalen Parts, welche von ausgeklügelten und powervollen Saitenmelodien beherrscht werden, auch auf dem vierten Studioalbum wieder recht faszinierend, die Tempowechsel spannend und dass die Musik gut durchdacht und einwandfrei superfett produziert ist, kann man nicht überhören. Allerdings bringt mich der Song "Dawning" an die Grenze meiner Toleranz, auch wenn ich natürlich verstanden habe, dass er zum Konzept der Scheibe gehört und trotzdem, glockenheller, glasklarer Frauengesang, da fällt mir einfach alles aus dem Gesicht, dafür gibt's einen halben Punkt Abzug. Strafe muss sein. (st)

7,5/10