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SATAN - Cruel Magic

VÖ: 07. September 2018
Metal Blade

Es scheint echt unfassbar und gleicht einer zweiten Karriere, deren "drittes" Album - hier vorliegend - das ausschlaggebende "Make it or break it"-Ding darstellt. Denn seit ihrer Reunion 2011 im Original Line Up haben Satan den keine Ahnung wievielten Frühling. Den ersten auf jeden Fall mit dem Comeback "Life Sentence", den zweiten mit "Atom By Atom" und beim x-ten Durchlauf von "Cruel Magic" bin ich immer noch baff und mir ist fast schon ein wenig schwindelig, mit welcher Selbstverständlichkeit die Herren Russ Tippins und Steve Ramsey ihre Riffs und wieselflinken Gitarrenläufe abfeuern. So viele Nachwuchsbands, die so cool Old School klingen und echt etwas auf dem Kasten haben … und dann kommen Satan und rücken das Bild wieder gerade. Denn sie wissen eben genau, wie der Hase läuft. Songs wie "My Prophetic Soul", den Titelsong (der Refrain ist herrlich unkonventionell cool!), "Legions Hellbound", "Ghosts Of Monongah" (mit ein wenig unterschwelligem Celtic Folk in den Gesangslinien) oder dem fantastischen "The Doomsday Clock" (den es auch als ausgekoppelte 7" mit dem nicht minder geilen "Catacombs" auf der B-Seite gibt) schreibt man nicht "aus Versehen". Das sind alles Hits und die Herren (alle jenseits der 50) haben es schlichtweg drauf. Und wie Sänger Brian Ross mit seinen 64 Lenzen immer noch so stark singt, spielerisch mit ungewöhnlichen Melodieführungen hantiert, nur, um wie von Geisterhand wieder auf den Punkt zu kommen, ist mir schleierhaft.
Da hat man als Rezensent gar keine andere Möglichkeit, geschweige denn Chance, als auf der Punkteskala ganz weit nach oben zu greifen. Und für "Cruel Magic" gebe ich schwerst beeindruckt eine dicke, fette Neun! (sw)

9/10