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SATAN'S HOST - Metal From Hell (Re-Release)

VÖ: 23. November 2018
Moribund Records

Ja, wer kennt sie nicht. Die göttliche Stimme von Leviathan Thisiren, die das Satan's Host-Debüt "Metal From Hell" von 1986 nicht nur verzierte, sondern zu einem kleinen Juwel der US-Metalgeschichte macht. Nur anno 1986 kannte man ihn nicht so richtig. Es gab kein Internet, kein WhatsApp, um mal kurz Infos zu verschicken. Nein, es musste "gerüchtet" werden und irgendwann war dann doch klar und offiziell, dass es eben Sangeswunder Harry "The Tyrant" Conklin war, der nach seinem Ausstieg bei Jag Panzer hier eine neue Beschäftigung fand. Und war der Vergleich zu Jag Panzer auch nicht mehr so schwierig, der Beginn von "Into The Veil" war schon sehr deutlich. Gitarrist Patrick Evil hatte aber seine ganz eigene Vision und rotzte mit seiner Truppe ein paar sehr unnachgiebige und von dunklen Mächten geschwängerte Metal-Kracher raus. "Black Stelé", "King Of Terror", "Standing At Deaths Door", "Hell Fire" und natürlich der Titelsong sind schon echt starke Zeitdokumente. "Souls In Exile" und "Strongest Of The Night" nenne ich auch noch der Form halber, womit die Scheibe auch schon vollständig wäre. Einziges Problem war seinerzeit (und eigentlich auch heute) die Produktion, die teilweise arg an den Nerven des Hörers zehrte. Und einige Holprigkeiten in Sachen Drums und Rhythmik machten es nicht besser. Wer wissen möchte, wie die Songs in der neuen Zeit klingen, kann ja mal nach Videos vom 13. Keep It True Festival suchen.
Nichtsdestotrotz wird dieses Album von Szenekennern zu Recht verehrt, weil es nicht nur durchweg starke Songs beinhaltet, sondern auch einen furios performenden Harry … äh, Leviathan Thisiren. (sw)

8/10