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SATHANAS - Worship The Devil

VÖ: 20. März 2015
Doomentia Records

Eine Scheibe, deren Name absolut Programm ist. Hier wird Satan gepriesen, was das Zeug hält. Die Erwähnung der Worte "devil", "satan", "pentagram" und weiterer sehr klischeebehafteter Vokabeln, wirkt geradezu inflationär. Nach mehreren Durchläufen habe ich inzwischen aufgehört zu zählen.
Musikalisch geht es hier schön rau und sehr thrashig zu. Eine solide Scheibe, die keine Langeweile aufkommen lässt. Und im Vergleich zu vorangegangenen Machwerken wirkt dieses Album echt solide und gut produziert.
Hat man bei diversen älteren Stücken den Eindruck, die Aufnahmen wären bei Nacht in einer kalten, zugigen Garage gemacht worden ("Entering The Diabolic Trinitiy" zum Beispiel), kommt man hier nicht umhin, als von einer professionelleren Aufnahme zu sprechen.
Songs wie "Satan's Cross" und "In Death's Name We Pray" treiben so richtig schön und knüppeln erfrischend thrashig durch die Gehörgänge. Bei Thrash und diabolischen Texten, bzw. der übertrieben klischeehaften Preisung Satans, mag man jetzt zwar als allererstes an Venom denken, das trifft aber nur bedingt auf Sathanas zu, bedingt bis absolut minimal. Man hat hier viel eher starke Einflüsse aus der Second Wave of Black Metal und skandinavischen Künstlern, wie beispielsweise Immortal.
Das Arrangement ist düster und gespickt mit Disharmonien und krächzigen Vocals. Gewisse tonale Parallelen zu Behemoth lassen sich ebenfalls ziehen oder zu den ebenfalls polnischen Vader. Aber es geht, wie eben erwähnt, hier gehörig thrashiger zu, also eher in Richtung Slayer, aber auch wiederum wesentlich weniger temporeich.
Man sieht, der Stil des Albums lässt sich nur schwer einordnen, was natürlich ein Zeichen dafür ist, dass man hier etwas besonderes und nicht alltägliches geliefert bekommt.
Wem es also relativ egal ist, dass die Texte recht wenig originell wirken, der hat mit "Worship The Devil" ein schönes, gut gemachtes und thrashig, düster klingendes Album.
Bei mir wird die Scheibe sicher nicht zum letzten Mal ihre Runde gemacht haben. (cl)

8/10