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SATURNIAN - Dimensions

VÖ: 24. August 2012
Indie Recordings

In Pressetexten wird ja bekanntlich nicht nur schonungslos übertrieben und ausnahsmlos jedes Album und jede neue Band als das nächste große Ding angespriesen, nein, es werden nun sogar schon konkrete Falschinformationen verbreitet: Angeblich spielten die Briten von Saturnian auf dem diesjährigen Wacken Open Air. Sie haben zwar den 'Metal Battle UK' gewonnen und hätten somit theoretisch dort spielen dürfen, wurden aber nachträglich disqualifiziert und wieder vom Billing geworfen, weil die Band bereits einen Plattenvertrag mit Indie Recordings unterschrieben hatte und somit nicht mehr 'unsigned' war (eine Grundvorraussetzung). Somit wäre das also auch geklärt.
Die Tatsache, dass Saturnian den bereits erwähnten Metal Battle gewonnen haben, lässt mich allerdings - und jetzt kommen wir mal zur eigentlichen Musik - zu dem Schluss kommen, dass die Konkurrenz scheinbar nicht allzu groß gewesen sein muss. Man verstehe mich jetzt bitte nicht falsch, die sechs Briten haben mit "Dimensions" zwar ein ganz ordentliches Debütalbum abgeliefert (nach einer EP im Jahre 2009), doch die darauf enthaltenen zehn "Extreme Symphonic Metal"-Tracks sind für meinen Geschmack verdammt uneigenständig, kein Stück innovativ und somit letztendlich leider völlig belanglos. Diese symphonische Black/Dark Metal-Mischung aus Dimmu Borgir und Cradle Of Filth mit einem guten Schuss Graveworm und Agathodaimon klingt bei eben genau diesen Bands selbst in deren "schlechteren" Phasen immer noch spannender. Titel wie die rasanten "Into Etherea" oder "Eternal Eclipse" haben zwar durchaus so ihre Momente, aber viele guten Ansätze werden durch fast schon nerviges Pianogeklimper oder grenzwertige Frauenchöre zunichte gemacht und auch der Wiedererkennungswert tendiert leider gen Null. Schade. (maz)

6/10