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SAVAGE MESSIAH - Hands Of Fate

VÖ: 27. Oktober 2017
Century Media

Eine reinrassige Thrash Metal Band waren Savage Messiah ja nie. Und vielleicht hat der Labelwechsel zum Branchenriesen Century Media die Briten ja wirklich dazu beflügelt, den nächsten Schritt zu gehen. Dieser kündigte sich speziell auf dem letzten Album "The Fateful Dark" an. Mehr klassischer Metal, weniger Tempo, noch mehr Fokus auf richtig griffige Songs, die charakterlich nach einem größeren Publikum schreien. Sehr auffällig ist auf "Hands Of Fate" sofort das fehlende Tempo, aus dem seinerzeit Knaller wie "Cross Of Babylon" oder "All Seeing I" entstanden. Bis auf den Refrain von "Eat Your Heart Out", findet der Speedfreak hier quasi nichts. Dafür aber eine deutlichere Ausrichtung gen großer Namen, wenn sich der Titelsong an den Frühneunziger-Taten von Megadeth und Metallica orientiert. Überhaupt haben Hetfield & Co. auf einmal mächtig Spuren hinterlassen. Lauscht mal ganz andächtig dem Gitarrensound und das "Black Album" wird zurückgrüßen. Dazu "Lay Down Your Arms" und die Eröffnung von "The Crucible" … nein, es ist nicht alles Metallica auf "Hands Of Fate". Es ist eben der klassische Metal in der Neuzeit, ohne irgendwelche Retro-Stempel, aber auch mit weniger Ecken und Kanten als in der Verganganheit. Tolle Beispiele sind bereits der Titelsong, "Wing And A Prayer" und der Uptempo-Banger "Blood Red Road". Man merkt, dass Savage Messiah sich einen neuen, leicht anderen Weg gesucht haben. Man hört aber auch, dass sie die Schrauben für ihr neues Vehikel noch etwas justieren müssen, um den Sprung in die Premiumklasse zu schaffen. Das Zeug hätten sie dazu! (sw)

8/10