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SKELETAL REMAINS - Devouring Mortality

VÖ: 13. April 2018
Century Media

Genau so habe ich mir das vorgestellt - und auch gewünscht! Nach ihren sehr wohl guten, aber auch leicht stockenden zweiten Album "Condemned To Misery", hauen Skeletal Remains ihren Befreiungsschlag raus. Die Riff-Merchants aus Kalifornien haben dieses Mal ihre Trefferquote über die gesamte Distanz hörbar nach oben korrigiert, was auf "Devouring Mortality" quasi keinen Stinker hinterlässt. Neben dem nach wie vor bombig sitzenden Death/Pestilence/Morgoth/Gorguts-Fundament, hat man die weiteren Aufbauten um eine derbe "Cause Of Death"-Schlagseite erweitert. Da muss man nur mal die Soli und die dazu passenden Doom-Riffs in "Catastrophic Retribution" oder "Torture Labyrinth" hören und die Augen der Fans werden leuchten. Und die Jungs um Gitarrist und Martin van Drunen/Patrick Mameli-Soundalike Chris Monroy gehen weiter. Den leicht Cannibal Corpse-artigen Windhauch schreibe ich neben ein paar Riffs dem (dazu passenden) Drumming von Neuzugang Johnny Valles zu. Der Typ treibt wirklich songdienlich nach vorne und arbeitet technisch versiert, ohne dabei "modernen" Schnickschnack einzubauen. Da tönen der Titelsong oder "Internal Detestation" auf einmal nach einer Zeit, der sich später auch Bands wie Vader oder Purgatory verschrieben haben. Und Demolition Hammer-Fans bekommen mit "Lifeless Manifestation" eine kurze Hommage "Orgy Of Destruction".
Ich sage euch was - "Devouring Mortality" ist genau das Album, was die Band (mit tatkräftigem neuen Label im Rücken) jetzt braucht, um sich aus dem großen Pool der nachrückenden Old School Deather hervorzuheben. "Make it or break it" dürfte jetzt wohl geklärt sein. (sw)

8,5/10