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SLOW - IV - Mythologiae (Re-Release)

VÖ: 25. Januar 2019
code666

Die Steigerung von Doom? Rückwärts! Klingt dämlich, ist aber ein guter Aufhänger für die Tatsache, dass SLOW nach ihrem fünften Album "V - Oceans" jetzt erst mal den Vorgänger "IV - Mythologiae" neu einspielen, neu mischen, neu mastern, das Cover aufpolieren und obendrein noch einen Bonustrack ("At The Break Of Dawn") dazu legen, der - oh Wunder - ebenso über zehn Minuten lang ist, wie die fünf regulären Albumtracks. Irgendetwas muss an diesem Album besonders sein. Denn es erfuhr bereits ein Jahr nach der ursprünglichen Veröffentlichung 2015 noch eine instrumentale Ambient-Version. Wer diese Versionen nicht kennt (so wie auch meine Wenigkeit), macht aber nichts verkehrt, direkt in die neue Fassung einzutauchen. Es ist mir weiterhin unbegreiflich, wie Alleinherrscher Déhà es fertig bringt, diese tiefgreifende, packende Atmosphäre über 72 Minuten zu erhalten und dabei gleichermaßen Härte und Schönheit zu beweisen. "Minimalistischer Gigantismus" schrieb ich für "V - Oceans". Kriechgang deluxe, tiefe Growls, allgegenwärtige Melancholie, Esoteric in "schön".
Da kann ich mich einfach nur wiederholen:
Ein Album, welches man sowohl gut nebenbei hören kann, dem man aber auch gebannt beiwohnen kann, um sich von der Intensität richtig einnehmen zu lassen. Schon ein kleines Kunststück. (sw)

8/10