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SLOW - V - Oceans

VÖ: 26. Januar 2018
code666

Zwei Dinge sind bei diesem Album unumstößlich passend. Der Bandname und der Zusatz "Oceans" im Titel. Addiert man die stilistische Einordnung "Funeral Doom", kommt das neue Output des belgischen Schlurf-Einsiedlers Déhà einer Seebestattung gleich. Fünf tonnenschwere Zehnminüter bahnen sich im massiven Kriechgang den Weg über gigantische Meere, an deren Horizont nie Land zu sehen ist. Nur einmal bricht die Kiste voll aus und lässt am Ende des mittig platzierten "Déluge" einen kurzen Sturm über den Ozean fegen. Ansonsten ist die knapp einstündige Reise an minimalistischem Gigantismus schwer zu überbieten.
Tief traurig? Nicht wirklich. Eher mit den richtigen Mitteln versehen, um eine fast wohlige, vollflächige Melancholie zu erzeugen. Darüber hinaus sorgen die abgrundtiefen Growls schon dafür, dass die Atmosphäre ernsthaft und dunkel bleibt und nicht jammernd verweichlicht.
Ein Album, welches man sowohl gut nebenbei hören kann, dem man aber auch gebannt beiwohnen kann, um sich von der Intensität richtig einnehmen zu lassen. Schon ein kleines Kunststück. (sw)

8/10