Impressum Startseite
Reviews Interviews Live Specials Jobs

SORTILEGIA - Sulphurous Temple

VÖ: 24. November 2017
Ván Records

Hell over Hammaburg Festival in diesem Jahr. Ich erinnere mich an meine Worte: "
… ein Black Metal-Orkan, den ich aufgrund seiner rhythmischen Gleichförmigkeit zwar bedingt geil finde, ihm durch die unheimliche Sogwirkung aber trotzdem gespannt beiwohne … Faszinierendes Spektakel, welches man als Erst-Konsument nicht wirklich greifen kann.".
Und auf Konserve tönt das irgendwie nicht anders, wofür mich Szenewächter und sonstige Schwarzwurzel-Fanatiker wahrscheinlich wieder steinigen. Aber was soll ich machen. Das Duo aus Toronto kennt auf seinem zweiten Longplayer weiterhin nur zwei Tempi. Entweder Gas geben, ähnlich alter Darkthrone, oder das langsamere Doublebass-Equivalent. Die tonal sehr reduzierte Gitarrenarbeit von Fronterin Koldovsto füllt den Raum und formt mit den treibenden Drums in der Tat einen Strudel der ganz üblen Sorte. Nimmt man die entrückten und diabolisch geifernden Vocals dazu, kann es verdammt schnell passieren, sich in diesem archaischen, widerlichen "Schwefel-Tempel" zu verlieren. Naja, und beim ehrlich gesagt mir völlig sinnfrei anmutendem "The Veil" sucht man kurz nach dem Weg …
Bandverehrer werden "Sulphurous Temple" wohl eh blind kaufen. Aber da, wo die Zielgruppe in "weniger" ein "viel mehr" entdeckt und liebt, ist mir das "zu wenig". (sw)

7/10