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SPECTRAL VOICE - Eroded Corridors Of Unbeing

VÖ: 13. Oktober 2017
Dark Descent Records

So macht man es richtig! Nicht sofort von einem Label zu einem Album drängen lassen, sondern sich entwickeln, finden und erst nach sage und schreibe fünf Demos und zwei Splits ein fulminantes Debüt raushauen. Death/Doom-Fans werden sich alle zehn Finger nach diesem Ding lecken. Wobei ich ähnlich wie bei Bands wie Krypts oder Ophis darauf hinweise, dass die schwere, langsame Karre immer wieder gekonnt durch explosionsartige Ausbrüche unterwandert wird oder sich durch Bolt Thrower-Gedächtnis-Doublebass-Parts unterstützen lässt, so dass in der Beschreibung das Attribut "Doom" besser an zweiter Stelle steht. Klassischer Dark Descents RecordsStoff, der sich in Sachen modriger Atmosphäre gerne mit Incantation misst und mich in den akustischen Momenten fast an eine irdische Version von The Ruins Of Beverast erinnert. Hier treffen abgrundtiefe Vocals (von Drummer E. Wendler) auf eben solche Gitarrenriffs und donnernde Drums, dass fast keine Luft mehr zum Atmen bleibt. Die Spielzeit bleibt mit einer knappen Dreiviertelstunde überschaubar, überfordert also nicht, zumal sich der 14-Minüter "Visions Of Psychic Dismemberment" sogar als Vorzeigetrack herauskristallisiert. Was für ein gar böswilliges, gemeingefährliches Monstrum uns hier doch entgegentritt! (sw)

8,5/10