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STREET DOGS - Stand For Something Or Die For...

...Nothing

VÖ: 22. Juni 2018
Century Media

Johnny Rioux, Bassist der Street Dogs, definiert Punk Rock so: "Punk heißt für mich, zu leben wie ich will und nicht so, wie die Leute mir erzählen, wie ich leben soll." Amen! "These Ain't The Old Days", eine perfekte Mitschunkel-Hymne, würde auf jedem Album der Pogues ihren Platz finden. "The Comeback Zone" wäre auf jedem Album von The Gaslight Anthem ein Hit. Will heißen, wir haben es hier mit Punkrock der gemäßigten Art zu tun, kein Rotz Punk à la Sex Pistols oder Bad Religion, sondern ein wenig melodischer, immer wieder sind Anleihen in anderen Musikgenres hörbar und sinnvoll verarbeitet. Die aus Irland stammenden Pogues begründeten den Folk Punk, das trifft es wohl am ehesten. "Working Class Heroes" und "Lest We Forget" zeigen aber, es geht auch schneller und mehr eben wie genannte Urpunks, die Pistols. Die Street Dogs stammen aus Boston und verarbeiten in ihren Texten typische Themen der Stadt. Einer Stadt, die offensichtlich einen Schmelztiegel der Kulturen darstellt. Die Street Dogs sind stolze Bostoner, Mitglieder der Arbeiterklasse und mit dem Amerika der Neuzeit nicht einverstanden. Die Reichen werden immer reicher und die Arbeiterklasse verliert immer mehr den Halt in der Gesellschaft. Also aufstehen und gegen diesen Scheiß Musik machen, darum geht es doch beim Punk, oder? (stl)

8/10