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SVEDERNA - Svedjeland

VÖ: 20. April 2018
Carnal Records

Black Metal, der seines Zeichens aus Schweden zu uns rüberschwappt, erweckt nicht selten mein Interesse. Meist liefern die Nordlichter doch ziemlich überzeugend ab, wenn sie nicht sogar mit echten Großtaten anlanden. Svederna verbreiten ihre Pest, aufgeteilt in acht rabenschwarze Kompositionen, mit Inbrunst und einer durchaus angepissten Attitüde. Schon mal ein gutes Zeichen und generell der richtige Weg. Dennoch hat man seiner musikalischen Ausrichtung auch eine gewisse Melodik verpasst, was den Songs recht gut zu Gesicht steht. Mir persönlich kamen da Marduk in den Sinn, als diese das Gaspedal noch nicht komplett durch den Asphalt getreten haben. Der Sound kommt ziemlich roh um die Ecke gesägt, was, zusammen mit dreckig-abgefuckten Vokills ("Har Av Hin"), für eine hohe Trefferquote im Bereich der Authentizität sorgt.
Hier haben wir es weder mit "Hochglanz-Kitsch" noch mit "Veggie-was-auch-immer-Black" zu tun, sondern mit schwarzem Stoff, der direkt und geradeaus in den Gehörgang gerotzt wird. Wer auf, ich wiederhole mich, Marduk ("Opus Nocturn") klarkommt und irgendwas mit Impaled Nazarene ("Suomi Finland Perkele") anfangen kann, darf sich die Ohrläppchen hier gerne schwarz sandstrahlen lassen. (oem)

8/10