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SWALLOW THE SUN - When A Shadow Is Forced Into...

...The Light

VÖ: 25. Januar 2019
Century Media

Es lag nicht an der Spielzeit von rund zweieinhalb Stunden, dass das letzte Swallow The Sun-Triple "Songs From The North I, II & III" komplett an mir vorbeigegangen ist. Liest man ein paar Kritiken dazu, haben sie sich wohl nicht in die Nesseln gesetzt. Nun also zurück auf "normale" Spiellänge (nicht mal eine Stunde!) und als wäre es das Leichteste der Welt, ist der siebte Longplayer abermals ein mit warmherziger Melancholie durchzogener Soundtrack für kalte Wintertage geworden. Melancholischer Doom Death, der selbst beim "Herzschmerz auf Finnisch"-Finale "Never Left" immer erwachsen und ehrlich bleibt. Ein wenig kommt es mir so vor, als wären die Finnen etwas ruhiger geworden. Harsche Ausbrüche erscheinen im Verhältnis weniger und bekommen als Begleitung fast immer die Black- bzw. Death Metal-Seite von Sänger Mikko Kotamäki, dessen Stimme wie immer in allen Bereichen den Hörer einnimmt. Da darf "Clouds On Your Side" auch gerne etwas von "Host" (Paradise Lost) haben, der Refrain wird aber immer von betonharten Growls eingeleitet. Ob nun ruhiger oder nicht - der unheimlichen Magie großer Refrains wie "Stone Wings", "Firelight" und ganz besonders "The Crimson Crown" kann man sich nicht entziehen. Und das wird umso schwerer, wenn man sich vor Augen hält, dass Songwriter/Gitarrist Juha Raivio weiter macht (machen muss?!) mit der Aufarbeitung des Verlustes seiner Lebensgefährten Aleah Starbridge. Die reine Trauer war das Hallatar-Album "No Stars Upon The Bridge" und mit diesem Album wird der Schatten wieder zurück ins Licht "gezwängt". Gut so! (sw)

8,5/10