Impressum Startseite
Reviews Interviews Live Specials Jobs

TAKING DAWN - Time To Burn

VÖ: 26. Februar 2010
Roadrunner Records

Eigentlich müsste man Roadrunner einen Vorwurf machen, denn so einige der letzten Veröffentlichungen des Kölner Labels fielen nicht mehr unter die Rubrik "Metal". Dennoch beweist man immer wieder auch ein gutes Händchen für "normale" Rockscheiben, was man erst kürzlich am Beispiel von Dommin gesehen hat. Und der nächste Streich folgt zugleich: Taking Dawn aus der Glitter- und Glamour-Stadt Las Vegas. Die vier jungen Herren geben dem 70er/80er Jahre Glamrock den nötigen modernen Touch, klingen dabei manchmal wie Mötley Crüe oder Slaughter, und haben in ihrem Sound diesen typischen modernen (massen- und radio-kompatiblen) US-Rocksound, an dem sicherlich auch Produzent Elvis Baskette (u.a. Incubus, Chevelle) seinen Teil zu beigetragen hat. Die meisten Songs können dabei mit wirklich starken Melodien und Hooklines aufwarten ("Time To Burn", "Like A Revolution", "So Loud"), allen voran das absolut großartige "Endlessly", das mich mit seiner eingängigen und mitreissenden Melodie ganz stark (!) an "Say You Will" von Foreigner (aus dem Jahre 1987) erinnert. Und diese Vorliebe für die 70er/80er-Jahre kommt dann spätestens in der Fleetwood Mac-Coverversion "The Chain" (1977) noch konkreter zum Vorschein. Insgesamt ein durchweg starkes Debüt, das perfekt auf den amerikanischen Markt zugeschnitten ist. (maz)

7,5/10