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TARJA - The Brightest Void

VÖ: 03. Juni 2016
earMUSIC

So ganz schlau werde ich aus dieser Veröffentlichung irgendwie nicht. "The Brightest Void" ist zwar im Grunde ein vollwertiges Album (neun Songs in 44 Minuten), aber letztendlich "nur" ein Prequel für das eigentliche neue Album "The Shadow Self", das in zwei Monaten erscheint. Ein Doppel-Album oder eine Vorab-EP wäre eine logische Konsequenz gewesen - nun haben wir also ein "Vorab-Album" vorliegen ...
Was gleich mit den ersten Tönen auffällt: Tarja ist erstaunlich "heavy" unterwegs. Der Opener "No Bitter End" und auch das folgende "Your Heaven And Your Hell" (mit Hanoi Rocks-Sänger Michael Monroe als Gast) bieten massive Riffs und treibende Drums, bevor mit dem Dreierpaket "Eagle Eye", "An Empty Dream" und "Witch Hunt" ruhigere Töne angeschlagen werden, während zwischendurch gelungene Experimente mit Saxophon und elektronischen Samples überraschen. Mein persönliches Highlight des Albums ist die überragende Coverversion des James Bond-Klassikers "Goldfinger", dem Tarja ihren ganz eigenen und typischen Stempel aufgedrückt hat. Abgeschlossen wird das Album durch einen neuen Mix von "Paradise (What About Us?)", der Kollaboration mit Within Temptation, der sich allerdings bis auf einen Hauch mehr Symphonic (zu Lasten der Härte) wenig vom Original unterscheidet.
Als reines "Vorab-Album", das noch dazu zu einem Vorzugspreis angeboten wird, kann "The Brightest Void" durchaus überzeugen, auch wenn es für meinen Geschmack ruhig ein oder zwei Balladen weniger hätten sein dürfen. (maz)

7/10