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TAROT - Gravity Of Light

VÖ: 23. April 2010
Nuclear Blast

Was so eine Schwangerschaft doch mit sich bringt. Nightwish liegen quasi auf Eis, da hat Bassist Marco Hietala Zeit, um sich wieder seiner eigenen Band Tarot zu widmen, was nach dem 2007er Oberhammer "Crows Fly Black" auch langsam Zeit wird. Es scheint aber, dass der Vorschuss des Labels dieses Mal wohl kleiner war, da die Produktion etwas steriler klingt, und die fetten Gitarren des Vorgängers etwas vermissen lässt. Dafür wurden die Gesangs-Wechselspiele mit Tommi Salmela durch dessen vollwertige Eingliederung in die Band noch mehr ausgebaut. Und die Musik? Nun ja, die hängt leider ein wenig hinter seinem Vorgänger. Alles klingt basischer, im durchaus positiven Sinne abgeklärter, irgendwie smooth. Ausschläge nach oben sind zu verzeichnen beim getragen theatralischen "Hell Knows" (die Vorlieben für DIO sind nicht zu überhören) oder dem nach vorne preschenden "The Pilot Of All Dreams" (macht live definitiv richtig Laune). Im gehobenen Mittelfeld finden sich dann die abgeklärten Rocker "Satan Is Dead", "Rise" und "Calling Down The Rain", sowie das richtig tief liegende und schlurfende "Magic And Technology". Das Ende mit dem doch recht simplen "I Walk Forever", dem abrupt endenden "Sleep In The Dark", und dem etwas zu lang gezogenem "Gone" hätte aber etwas spektakulärer ausfallen dürfen. Interessant aber, wie der Gesang der bärenstark agierenden Marco und Tommy immer wieder die Aufmerksamkeit an sich reißt. Ich will also mal guten Willen für "Gravity Of Light" zeigen. Auch weil ich es nicht übers Herz bringe, satte 2 Punkte unter dem Vorgänger zu bleiben. So schlecht ist die neue Tarot nämlich auch nicht. (sw)

8/10