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TEXAS METAL OUTLAWS - Texas Metal Outlaws

VÖ: 26. Oktober 2018
Heaven And Hell Records (CD)
Texas Metal Underground Records (Vinyl)

Ich bin definitiv nicht der richtige Ansprechpartner, wenn es um die einzig- bzw. eigenartige Texas Metal Szene erfahren geht. Also fangen wir auch nicht so an.
Die Texas Metal Outlaws sind auf diesen Album 23 (!) an der Zahl und umringen den Federfüher Robert Williams, der hauptamtlich bei Witches Mark und Ignitor aktiv ist. Neben zwei Coverversionen (dazu später) finden wir hier sechs Eigengewächse, bei denen ich nur mutmaßen kann, ob sie dem wahren Texas Metal Spirit entsprechen. Zumindest könnten sie nicht unterschiedlicher sein. Vielleicht bis auf das etwas langatmige, dennoch groovende "Sound Of Scorn", hat jeder Song seinen ganz eigenen Charme und weiß zu gefallen. Für mich gehen allen voran das starke "Echoes Of Memory" mit den beiden Texas-Urgesteinen James Rivera und Larry Barragan (Helstar), der Titelsong mit dem ebenfalls legendären Jason McMaster (ex-Watchtower, Dangerous Toys, Ignitor) und das mit einer ganz speziellen Atmosphäre versehene "Black And Green", auf dem wir Richie Turner von Agony Column hören. "Within The Spell" und "Rebel Years" rangieren dicht dahinter, Letzterer mit einem Gastsolo von Ross The Boss und Ersterer mit richtig starken Vocals von Michael Toupin, der erst seit 2016 existierenden Force Of Rage. Es geht also nicht nur um die alten Recken, sondern es sind auch genügend aktuelle Vertreter der Szene dabei. Robert Williams selbst versemmelt es ganz leicht mit seinem Gesang, als er den "Malt Liquor Maniac" gibt - ein cooler Song, wenn der Text nicht so bieder wäre. Richtig "fremdschämend" wird es nach meinem Empfinden mit dem Dionne Warwick-Klassiker "That's What Friends Are For", für das Herr Williams sich auch noch einen neuen Text ausgedacht hat. Da der Song am Ende der CD steht, kann man ja früher ausmachen. Dafür reißt es das Riot-Cover "Running From The Law" wieder raus. Für mich eh ein völlig unterbewerteter Kracher der Band, geil von Militia-Sänger Mike Soliz intoniert und von ex-D.R.I.-Drummer Felix Griffin eingeklopft. Da stört es auch nicht, dass Riot ja nicht aus Texas sind - der Text passt aber amtlich.
Und jetzt können euch noch die Texas Metal Spezies erzählen, ob diese Zusammenkunft auch authentische Strahlkraft hat. Ich höre hauptsächlich gute Songs. Passt! (sw)

8/10