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THE GROTESQUERY - The Lupine Anathema

VÖ: 06. April 2018
Xtreem Music

Egal, was Rogga Johansson alles schon angepackt hat, bei The Grotesquery war immer Hochqualitatives im Spiel. Und nachdem mich das jüngste Output zusammen mit Paul Speckmann fast komplett kalt ließ, bin ich mehr als erfreut zu hören, dass die Arbeit mit Kult-Grunzer Kam Lee (ex-Massacre) abermals ein horrormäßiges Death Metal-Album empor fördert. Ist der Opener "Under The Curse Of The Full Moon" einfach als klassisch breitschulteriger Death Metal-Einstieg (mit überraschenden Blasts!) zu bezeichnen, setzt sich das Riff vom "By Feral Ways" dermaßen im Hirn fest (macht den Kopfhörer-Test!), dass man sich um die Kreativität von Rogga eigentlich keine Sorgen machen muss. "Eigentlich" deswegen, da Nachwuchsbands für "The Lupine Anathema" wahrscheinlich töten würden, es aber im Rogga Johansson-Universum nicht ganz oben mitspielt - Thema: Trefferquote der Riffs. Die Leadgitarre verströmt an den richtigen Stellen das Horror-Flair, welches abermals sehr gut zu den diversen Horror-Themen von Kam Lee passt. Nachdem man mit den ersten drei Alben die "Coffin Born"-Trilogie abgeschlossen hat, sind es jetzt einzelne Stories, die hier in vornehmlich treibende Midtempo-Nummern verpackt werden. Ein wenig Speed hier und da tut gut, aber Walzen wie eben "The Feral Ways", "The Faceless God" oder "Dark Cry Of The Wolf" punkten am besten.
Ich möchte Rogga immer wieder sagen, dass eine Pause bestimmt mal gut wäre, aber irgendwie kriegt er doch wieder die Kurve. Und mit "The Lupine Anathema" wieder sehr ordentlich. (sw)

8/10