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THE THREE TREMORS - The Three Tremors

VÖ: 18. Januar 2019
Steel Cartel

"It's not too late for you to realize, we have the power to take to the skies." - soweit die erste Textzeile des Titelsongs. Und mal ehrlich - wenn Sean "The Hell Destroyer" Peck (Cage, Death Dealer, Denner/Shermann), Tim "The Ripper" Owens (ex-Judas Priest, ex-Iced Earth, ex-Yngwie Malmsteen, ex-Beyond Fear, ex-Winters Bane, Dios Disciples) und Harry "The Tyrant" Conklin (Jag Panzer, Titan Force, Satans Host) ihre Stimmbandkräfte vereinigen, sucht jeder Vertreter für Glasversicherungen das Weite! Schon auf dem Papier dürfte klar sein, dass hier kein Schickimicki-Gesäusel zu erwarten ist. Die Herren geben wirklich permanent Vollgas, die Musik tut es ihnen fast gleich. Sean Peck dürfte wohl ein wenig der Federführer sein. Die Backing-Band ist die aktuelle Cage-Formation. Das Cover kommt von Death Dealer-Zeichner Marc Sasso (auch Dio, Halford, Adrenaline Mob), sodass man sich über die Ähnlichkeit der Logos nicht wundern darf. Und stilistisch gibt es ähnlichen Volldampf-Mucki-Metal mit latentem Hang zum Speed/Thrash, was der Überfall-Opener "Invaders From The Sky", "Bullets For The Damned", die US-Metal angelehnten "The Cause" und "Lust Of The Blade", das brutale "Pit Shows No Mercy", sowie "Fly Or Die" und "Speed To Burn" (der "Ripper" sprengt Ketten!) eindeutig und machtvoll beweisen. Wirklich alles an diesem Album ist auf Angriff getrimmt, selbst das heroische "Wrath Of Asgard", welches der "Tyrant" am Ende mit seinen typischen Harmonien garniert. Fakt ist, wer diese Breitseiten-Absicht nicht von Anfang an begreift bzw. annimmt, wird auch beim Gesang abwinken.
Nun, ein Jahrhundertalbum ist es nicht geworden, aber bis auf das eventuell verzichtbare "Sonic Suicide" erkenne ich keine Ausfälle. Wer sich "The Three Tremors" nähert, der will ein Album in Cage/"Painkiller"-Stilistik, mit donnernden Drums (aber wer hat dieses nach Triangel klingende Ride-Becken gemischt - pfui!), furiosen Riffs und Soli und natürlich einer Armada an "jaw-dropping" Höhenflug-Screams … und bekommt es auch! Punkt.
Und jetzt noch die Glückszahlen des Jahres: 51 (Sean Peck), 51 (Tim Owens), 56 (Harry Conklin) … in dem Alter würde ich auch gerne noch so dermaßen hammermäßig bei Stimme sein! (sw)

8,5/10