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THE WIZARDS - Rise Of The Serpent

VÖ: 26. Oktober 2018
High Roller Records

The Wizards aus Spanien waren für mich ein kleine Überraschung auf dem diesjährigen Hell over Hammaburg Festival, da sie stilistisch eher weniger in meinen Präferenzbereichen agieren, diesen aber mit einer fetten Gitarrenwand und einem starken Frontmann präsentierten. Zeit, mir das Debüt "Moon Of The Scorpio" reinzuziehen, hatte ich bis dato dennoch nicht. Da nehme ich das neue Album doch dankend entgegen und stelle fest, dass die Reihenfolge "ungünstig" ist. Das Gefühl der energetischen Liveshow und die volle Axt-Breitseite kommen im ersten Moment auf Konserve nicht so rüber. "Schaumgebremst" wäre arg übertrieben, aber in meinem Kopf fehlte etwas. Doch nach und nach rockt sich das Quintett aus Bilbao richtig (in meinen Kopf) hinein. Bei "Destiny" schlägt die Nadel schon aus und ab dem soulig-balladesken "Distorted Mirrors" scheint ein kleiner Knoten zu platzen. Fronter Sir Ian Mason dürfte mit der Performance reihenweise Frauen in der ersten Reihe zum dahin Schmelzen bringen. Danach rockt "Age Of Man" flockig durch die Botanik und umgarnt mit einer Gitarren-Harmonie, als hätten Metallica bei ihrem "Sabra Cadabra"-Cover ein paar "To Live Is To Die"-Tupfer eingearbeitet - hat schon etwas Magisches. Der Konter folgt mit "Strings Synchronize", eingeleitet durch ein fettes Riff, mit coolen Bremsmanöver und exzessiven Soli. Nur "VOID (Vision Of Inner Death)" flattert am Schluss leicht nebulös an mir vorbei. Genre-Fans werden diese Vielfalt aber lieben und ich suche derweil einfach nach einer neuen Möglichkeit, die Band live zu sehen. Dann werden die neuen Songs bestimmt noch besser strahlen. (sw)

7,5/10