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THORIUM - Thorium

VÖ: 05. Oktober 2018
Empire Records

Drei Fünftel von Thorium arbeiteten bis vor Kurzem noch im Kader der belgischen Ostrogoth. Zu denen passten ihre neuen Ideen aber dann nicht so ganz, woraus kurzerhand Thorium entstanden sind. Herausgekommen ist dabei ein ziemlich cooles Euro Melodic/Power Metal-Album mit ein paar mehr Muckis hier und da. Speziell der Opener "Ostrogoth" (ups!) tangiert fast den Thrash-Bereich und Sänger David Marcelis schießt seinen letzten Scream in Sphären, die sonst nur einem Sean Peck (Cage, Death Dealer, Denner/Shermann, The Three Tremors) vorbehalten sind. Ansonsten punktet der Mann mit einer eben nicht ganz aalglatten Stimme. Im weiteren Verlauf fällt auf, dass das Quintett sich irgendwie gar nichts beweisen muss/will, sondern einfach richtig Spaß inne Backen hat. Die Rifffolge nebst Galopp-Rhythmus von "Godspeed" kennt man nur zu gut, ein Hit ist es trotzdem irgendwie geworden. Auch "Icons Fall" (ähnlich, aber etwas getragener), "Court Of Blood" (coole Uptempo-Nummer) und "Return To The Clouds" (klassischer Speedster) wissen richtig gut zu gefallen. "Powder And Arms" und "All Manner Of Light" klingen da im Vergleich etwas gewöhnlicher. Kleine Überraschung zum Schluss ist das 15-minütige "Four By Number, Four By Fate". In vier Akten (ach nee) durch Akustisches verknüpft, werden nochmal alle Facetten ausgespielt, nicht immer vollends auf den Punkt, aber cool und ohne Langeweile-Faktor. Und genau das macht "Thorium" aus. Keine Langeweile, technische Finesse, coole Songs und ein Debüt-Statement, dem man wünscht, dass Zukünftiges noch besser wird. (sw)

7,5/10