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THREAT SIGNAL - Disconnect

VÖ: 10. November 2017
Agonia Records

"Ich mag es nicht, wenn sich drei Stücke in einem verbergen", legendärer Spruch eines Freundes von mir. Ich hätte eigentlich antworten müssen: "Dann kannst du leider die Hälfte meiner Plattensammlung nicht hören". Ich habe es vorgezogen zu schweigen. Threat Signal schweigen nicht, im Gegenteil, hier gibt es ordentlich auf die Ohren, in den Teilen, wo die Band dem Pfad des melodischen Death Metal folgt, unterbrochen von extrem melodischen Teilen mit Klargesang, der deutlich an Linkin Park angelehnt ist. "Walking Alone" zum Beispiel, hat einen göttlichen Refrain, der gerade in Verbindung mit den dunklen Passagen noch mehr Wirkung erzielt. Konzept des Albums ist es also, mehrere Welten zu vereinigen. In "Aura" und auch im über zehnminütigen Finale der CD, "Terminal Madness", kommt Teil drei hinzu, Prog Metal. An diesen Stellen hapert es ein wenig, dort finde ich die Gitarrenarbeit nicht zwingend genug, um für sich alleine zu stehen. Auf diese Weise entstehen Längen, die so nicht gewollt sein können. Dennoch machen die Kanadier einen sehr guten Job auf ihrer vierten Veröffentlichung. (stl)

7,5/10