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THRUST - Harvest Of Souls

VÖ: 27. April 2018
Pure Steel Records

Mit ihrem 1984er Debüt "Fist Held High", machten sich Thrust zumindest so einen guten Namen im Untergrund, dass der 2015er Re-Release (zusammen mit dem verschollenen "Reincarnation"-Album“) ziemlich gefeiert wurde und der Band einen Auftritt beim Keep It True 2016 bescherte. Sowohl den Gig als auch die Alben (speziell natürlich "Fist Held High") fand ich ziemlich gut und obwohl ich 1984 noch gar nicht dabei war, war meine Neugierde auf das neue Album geweckt. Was mir aber in dieser Dreiviertelstunde entgegen pröttelt, ist zwar druckvoll produzierter, aber im Endeffekt solider bis magerer US Metal, der sich auf seine Basis-Fähigkeiten verlässt und keine Anstrengung macht, mal etwas zu riskieren. Ähnliches kann man auch über Neu-Sänger Eric Claro sagen, der sich solide in seiner normalen Tonlage aufhält, kurze Ausflüge nach oben aber lieber lassen sollte. Es wird hauptsächlich im Midtempo abgegroovt, basisches Riffing abgefeuert und mit absehbaren Hooklines gearbeitet. Dass das Label in seinem Beipackzettel nicht mal versucht, das neue Album mit marketingstrategischen Worten anzupreisen, spricht zumindest für mich Bände.
Auch wenn ich mich wiederhole - auch wenn ich 1984 nicht dabei war, kann ich mir schwerlich vorstellen, dass Zeitzeugen sich mit diesem Album anfreunden können/werden. (sw)

6/10