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TOMB MOLD - Manor Of Infinite Forms

VÖ: 08. Juni 2018
20 Buck Spin

Boah! Das habe ich beim besten Willen nicht erwartet. Das Debüt "Primordial Malignity" (Februar 2017) war schon ein Statement, die Demos (im letzten Oktober wiederveröffentlicht) halfen nochmal beim Entwicklungsverständnis. Aber dass die Kanadier mit ihrem zweiten Longplayer ein dermaßen mächtiges Teil raushauen … daran werden sich einige Konkurrenten aber derbe verschlucken. Tomb Mold verbergen ihre Liebe zum finnischen Death Metal weiterhin überhaupt nicht, bewegen sich aber auf einem technischen und songwriterischen Level, welches es ihnen ermöglich, die Songs in jede beliebige Richtung zu tragen, ohne dabei den Faden zu verlieren. Sei es nun mit unglaublich vielen und spannenden Tempo- und Rhythmuswechseln oder mit ihren unglaublichen, vermeintlich obskuren Gitarrenläufe, die aber wie von Geisterhand immer wieder auf ihren Weg zurück finden. Alles, was auf "Manor Of Infinite Forms" passiert, hält den Hörer bei der Stange. Du willst von den Songs nicht ablassen, sie lassen auch nicht von dir ab. Ein 41-minütiger Höllentrip durch verborgene Tiefen (diese Vocals!), finstere Abartigkeiten (das Cover - erstmals in Farbe!) und ehrlicher Leidenschaft und Hingabe zum Ungetüm Death Metal. Ich möchte fast prophezeien, dass Degial nicht mehr lange die Alleinherrscher in der neuen Form des besessenen Death Metals bleiben werden …
Der gigantische Abschluss "Two Worlds Become One" beschreibt es allein durch seinen Titel sehr gut. Aber es sind bestimmt mehrere Welten, die hier aufeinandertreffen und zu einer Welt namens "Manor Of Infinite Forms" werden. Ich bin zutiefst beeindruckt! (sw)

9/10