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TYFON'S DOOM - Emperor's Path

VÖ: 17. November 2017
Gates Of Hell Records

Du bist nicht "Metal", wenn du nicht "stur" bist. Und so stur, wie ich meinem Umfeld ungefragt verklickert habe, wie geil doch die 2016er "Yeth Hound"-EP von Tyfon's Doom ist, so stur erwarte ich, dass der erste Longplayer einfach geil werden muss! Schlussendlich ist er das auch - vielleicht auch etwas aus sturer Subjektivität heraus. Aber ich habe einen Narren am Sound des jungen Finnen Tommy Varsala gefressen, der sich dieses Mal mit Drummer Cederick Forsberg (u.a. RockaRollas, Blazon Stone) Verstärkung geholt hat. Der Running Wild-Gedächtnis-Gitarrensound, Varsala's rotzig-rauer Gesang (der ihn weniger als Könner, aber als authentischen Fronter entlarvt) und die allgegenwärtige Lead-Gitarre, die ihre Melodien en masse abfeuert und dabei je nach Stimmungslage fordernd, melancholisch oder gar folkig glänzt. Ja, keine Frage - Running Wild standen hier auch öfter Pate, unterm Strich ist "Emperor's Path" ein von Grund auf ehrliches Metal-Album mit heranwachsenden Eiern und dem notwendigen Starrsinn. Der knackige Opener "Tyrant's Sceptre" sorgt gleich für Aufmerksamkeit. Den Refrain von "Sea Of Life" wird man live bestimmt lauthals mitgrölen, beim reißenden "Moonlight" den Nacken bis zum Abwinken schwingen. Die epische Melodie von "Rising Earth" wird man nicht los und der heroisch startende Titelsong macht den Sack zu. Das brennt sich alles nach mehreren Runden richtig im Hirn fest, so dass ich einfach wieder 8,5 Punkte geben muss. Warum? Na, weil ich auch stur bin. (sw)

8,5/10