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U.D.O. - Rev-Raptor

VÖ: 20. Mai 2011
AFM Records

Seien wir mal ehrlich: Mit seinem Solo-Projekt U.D.O. konnte Udo Dirkschneider nie so wirklich an die Erfolge mit Accept anknüpfen, und das wird sich auch mit Album Nr. 13 nicht ändern. Erschwerend kommt hinzu, das sich "Rev-Raptor" natürlich zwangsläufig dem direkten Vergleich mit dem letztjährigen Comeback-Album von Accept ("Blood Of The Nations") stellen muss.
Dabei fängt es eigentlich alles durchaus vielversprechend an: Die ersten drei Songs - "Rev-Raptor", "Leatherhead" und "Renegade" - sind amtliche Heavy Rocker, die im Grunde durchaus zu gefallen wissen, wenn - ja wenn - da nicht sofort dieses große Problem der Scheibe hörbar werden würde: Der Sound ist wirklich unterirdisch! Völlig kalt, steril und praktisch klinisch tot. Da kann man an seiner Anlage an den Knöpfen herumdrehen, wie man möchte - es nützt alles nichts. Die Ballade "I Give As Good As I Get" (vom Schnulzfaktor mal abgesehen), deckt die eklatanten Schwächen insbesondere des Drumsounds schonungslos auf. DAS kann man sich auf Dauer wirklich kaum geben. Dabei sind einige Songs gar nicht mal schlecht. Die Uptempo-Nummern "Dr. Death", "Motor-Borg" oder "Terrorvision" gehen live bestimmt mächtig ab. Ganz im Gegensatz zum eher durchschnittlichen Midtempo-Material wie "Underworld" oder "Days Of Hope And Glory". U.D.O.-Fans kommen bei "Rev-Raptor" vermutlich wieder einmal auf ihre Kosten (trotz des grenzwertigen Sounds), alle anderen sollten ganz klar Accept's "Blood Of The Nations" bevorzugen. (maz)

7/10