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U.D.O. - Steelhammer

VÖ: 24. Mai 2013
AFM Records

Mit dem bereits 15. U.D.O.-Album beginnt eine neue Ära für Udo Dirkschneider und seine Truppe. Der Ausstieg u.a. von Gitarrist und Produzent Stefan Kaufmann führte dazu, dass U.D.O. mit dem Russen Andrey Smirnov und dem Finnen Kasperi Heikkinen nun eine komplett neue Gitarren-Fraktion haben, die sicherlich auch mit dazu beigetragen hat, dass "Steelhammer" hier und da ansatzweise ein bisschen anders klingt. Da darf es auch mal etwas grooviger oder bluesiger sein, aber an der Grundausrichtung und natürlich an Udo's unverkennbarer Stimme hat sich nichts geändert. Wie erwartet, bietet auch "Steelhammer" wieder die typischen Uptempo-Nummern, wie den Titelsong, "Death Ride" und insbesondere das kongeniale "Basta Ya", dessen Chöre und vor allem dessen grandioser Refrain sich sofort tief in der Gehöhrgänge frisst und sich bereits beim zweiten Durchlauf als hitverdächtiger Ohrwurm entpuppt. Dazwischen rockt man gewohnt flockig im Midtempo ("A Cry Of A Nation", "When Love Becomes A Lie" - mit starken Riffs und klasse Soli) und hat auch eine reine Pianoballade am Start ("Heavy Rain"), die mir allerdings nun nicht so zusagt. Vielleicht sind 14 Songs auf einem Album sogar etwas viel, denn in der zweiten Hälfte flaut die Stimmung und Spannung etwas ab, nicht zuletzt auch deshalb, weil das Dreierpaket "Timekeeper" / "Never Cross My Way" / "Take My Medicine" leider nur Durchschnittskost bietet, während der Rausschmeißer "Book Of Faith" mit seinem leichten Retro-/Okkult-Flair sogar für etwas Verwirrung/Überraschung sorgt. Doch ich will "Steelhammer" jetzt auch gar nicht schlechter reden, als dieses Album nunmal ist. U.D.O.-Fans kommen natürlich wieder voll auf ihre Kosten. Ich persönlich werde in diesem Leben zwar kein Fan mehr von Udo Dirkschneider's Stimme, aber wer sich daran nicht stört, darf mindestens noch einen halben Punkt zu meiner Wertung hinzuzählen. (maz)

7/10