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UNDER THAT SPELL - Black Sun Zenith

VÖ: 28. Oktober 2011
War Anthem Records

Ja, ja und nochmals ja! Under That Spell bringen das Kunststück fertig und stellen ihrem Debüt "Apotheosis" einen ebenbürtigen, wenn nicht sogar besseren Nachfolger zur Seite. "Black Sun Zenith" ist der absolute Black Metal Hammer! Ex-Helrunar-Gitarrist Dionysos und seine Mannen geben der einheimischen Konkurrenz (Endstille, Darkenend Nocturn Slaughtercult, usw.) einen schweren Brocken zu schlucken und feuern aus allen Rohren in europäisches Feindland. Nach dem Intro "Mantra" überfällt dich das rabiate "Haunted" mit pfeilschnellem Dauerbeschuss, fiesen Riffs und einem eleganten Akustik-Break - die Messlatte liegt hoch. Doch dann passiert es. Der Übergang zu "Zenith" kommt unbemerkt, das erste Riff setzt ein und türmt sich zu einem Song auf, den ich ohne zu Zögern in meine Top 5-Songs der letzten zehn Jahre des Black Metal aufnehmen würde. Das Gitarrenthema raubt mir die Sinne, das Tempo peitscht unerbittlich, die Vocals hasserfüllt und selbst der langsamere Mittelpart nimmt dem Song nicht eine Sekunde seine Power. Ein 10 Punkte-Song! Was soll danach noch kommen?! Doch "I Set The Fire" gibt in mitreißendem Downtempo unmissverständlich zu Verstehen, dass Under That Spell sich nicht auf einem Song ausruhen. Die stoische Monotonie von "Sinister Circle" erschafft danach unendliche, dunkle Weiten oder Tiefen - je nach Blickwinkel. "I Complete" klinkt sich da ebenfalls ein. Ein kurzes virtuoses Akustik-Intermezzo ebnet den Weg für "Sun", welches von der Intensität her fast (aber nur fast) an "Zenith" herankommt. Ein "Mantra" noch als Outro und schon sitzt man ungläubig in der Ecke und glaubt einfach nicht, dass man das alles wirklich gerade erlebt hat.
Daher noch mal zum Mitlesen: "Black Sun Zenith" ist der absolute Black Metal Hammer - hymnisch, entfesselt und furios! (sw)

9/10