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UNDEROATH - Ø (Disambiguation)

VÖ: 19. November 2010
Roadrunner Records

Underoath aus Tampa/Florida haben es schon nicht leicht: Elf Jahre nach ihrem Debütalbum "Act Of Depression" ist mit Aaron Gillespie kürzlich erst das letzte noch verliebene Gründungsmitglied aus der streng christlichen Truppe ausgestiegen - von den bisher sechs (!) verschiedenen Sängern mal ganz zu schweigen. "Ø (Disambiguation)" ist nun das fünfte Studio-Album, auf dem sich die Band gewohnt sperrig gibt. Trotz einer durchaus vorhandenen Vorliebe für Komplexizität und progressiven Arrangements meinerseits, finde ich nur schwerlich Zugang zu den elf Titeln. Zugegeben, hier und da ertönt mal eine nette Gesangsharmonie oder eine interessante Melodie, aber der wiederholte Genuss von "Ø (Disambiguation)" wird zunehmend äußerst anstrengend. Klare Strukturen, ein roter Faden oder ein erkennbares Schema? Fehlanzeige. Man ackert sich auf eine recht eigene Art und Weise (und - wie erwähnt - recht progressiv) durch das kaum klar abgrenzbare Genre des Post-Hardcore, hier und da auch mal mit ein paar elektronischen Sounds, die z.B. das sehr ruhige und atmosphärische "Driftwood" zu einer angenehmen Verschnaufpause machen. Alles in allem bleibt allerdings die Erkenntnis zurück, dass nicht alles, was kein Stück eingängig und absolut Null mainstreamkompatibel ist, automatisch als innovativ durchgeht. Schwerer Stoff ... (maz)

6,5/10