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VALLENFYRE - Fear Those Who Fear Him

VÖ: 02. Juni 2017
Century Media

Es gibt immer wieder Dinge, an die erinnert man sich vermutlich sein Leben lang gerne zurück. So geschehen 2012 in London: Eine packevolle Hütte mit Fans aus der gottverdammten ganzen Welt, allen möglichen Szenegrößen und Schreiber sämtlicher namhafter Magazine treffen sich, um den Göttern des Death Metal zu huldigen. Aber natürlich haben es sich Bolt Thrower nicht nehmen lassen, zu ihrer eigenen Partie nur Knaller als Support einzuladen und so durften wir neben Discharge, Benediction und Autopsy auch Vallenfyre an jenem unvergesslichen Wochenende bestaunen.
Schon damals haben sie mich mit ihrem Debüt umgehauen und live alles dargestellt, wofür der Death Metal steht. Ausserdem passten sie wie die Faust aufs Auge zu dem restlichen Programm, hört man doch auch auf ihrem nun dritten Album "Fear Those Who Fear Him" absolut die Einflüsse genannter Bands heraus. Neben diesen kloppen uns die Britten auch gerne eine total verrotzte Napalm Death-Gedächtnis-Abrissbirne vor den Latz und zelebrieren natürlich immer wieder die ersten Göttergaben der in den Neunzigern übermächtigen und heute wieder erstärkten Paradise Lost. Grossartige Melodien, völlig verhurter Crust/Punk-Rotz, Kadaverausgüsse à la Autopsy, kurze Blastattacken, wie die Birminghamer Napalm Death dies schon zu ihren Anfangszeiten geliebt haben. Hier passt alles, auch und gerade Gregor Mackintosh als dämonisierter Prediger mit Höllenorgan. Die drei von der Insel (live zu fünft) lassen hier wirklich nichts, aber auch gar nichts anbrennen. Verdammt, ist das Ding hier geil, full house auch gerade wegen seiner Abwechslung! Mir ist das eigentlich völlig egal, ob ihr euch Hasstiraden wie "Nihilist" oder lavaartiges der Marke "An Apathetic Grave" durch die Ohrlappen ballern lasst, wichtig ist nur, dass ihr das auch macht. Ihr verpasst eine der besten "Abfuck-Scheiben" der letzten Jahre - das Ding träumt, tritt, leidet und schlägt um sich, dass es eine wahre Freude ist! (oem)

10/10