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VAN CANTO - Dawn Of The Brave

VÖ: 07. Februar 2014
Napalm Records

Ich kann zumindest in Ansätzen nachvollziehen, warum es Menschen gibt, die der "stimmgewaltigsten Band der Welt" (O-Ton Presseinfo) und ihrem "A Cappella Metal" tatsächlich etwas abgewinnen können. Ebenfalls muss ich zweifelsfrei anerkennen, dass das, was Van Canto auf ihrem nun bereits fünften Album abliefern, in dieser Form wohl einzigartig sein dürfte. Fünf Stimmen und ein Schlagzeug, mehr braucht es manchmal eben nicht. Wobei die Stimmen eben nicht nur singen, sondern auch Rhythmus und Percussion imitieren und das sicherlich absolut gelungen. Was mir dennoch ganz massiv fehlt - und zwar nicht nur auf "Dawn Of The Brave", sondern generell bei Van Canto - sind die E-Gitarren. Ich bin halt ein "Saitenkind" und somit fehlt mir hier schlicht der entscheidende Faktor. Erschwerend kommt hinzu, dass sich die reinen Songs als solches, in recht banalem Mittelmaß bewegen (und das gar nicht mal unweit von neueren Manowar) und man sich in Sachen Coverversionen nun wirklich die komplett "ungünstigsten", um nicht zu sagen ausgelutschtesten Titel herausgesucht hat. Mal ehrlich: Europe's "The Final Countdown" und Bonnie Tyler's "Holding Out For A Hero"? Und dann auch noch Black Sabbath's "Paranoid"? Sorry, aber neben völliger Ideenlosigkeit bei der Auswahl dieser Titel, stellt man auch sehr schnell fest, dass die Band an der Umsetzung dieser drei Klassiker leider gnadenlos gescheitert ist. Fans werden natürlich auch dieses Album wieder lieben, alle anderen machen wohl besser einen großen Bogen um "Dawn Of The Brave". (maz)

5,5/10