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VANDALLUS - Bad Disease

VÖ: 28. September 2018
Pure Steel Records

Nehmen wir die Pointe mal vorweg. "Bad Disease" bekommt einen halben Zähler weniger als das Debüt "On The High Side", weil das Überraschungsmoment dezent verflogen ist. Qualitativ und besonders auf der Gefühlsebene erachte ich beide Scheiben aber als gleichwertig. Das unbeschwerte Gefühl der Achtziger, das leichte Fernweh, diese augenzwinkernde Abgeklärtheit … und am meisten erschreckt mich, dass ich Songs wie "Sundown Haze" in meiner metallischen "härter-schneller"-Findungs-Frühphase als "bäh!" tituliert hätte. Und dreißig Jahre später stehe ich da und feiere eine Band ab, die wie eine Zeitmaschine in die Achtziger klingt, wo feinster Hard Rock mit ganz dezenter Metal-Anleihen von Koryphäen wie Dokken in die Welt posaunt wurde. Auch wenn "Vandallus" ganz knapp am Titel "Bandhymne" vorbeischrammt (ich werde das Gefühl nicht los, dass da mehr drin gewesen wäre), mit dem coolen Uptempo-Start "Infected", dem furztrockenen "Loaded", den locker-leichten "Trash Talk'n" und "Sundown Haze" (genau!) … ach, eigentlich allen Songs und obendrauf dem Hit "Heart Attacker", hast du einfach eine richtig gute Zeit, setzt dich in dein Auto, ziehst entspannt über die Landstraße, lässt die Sorgen hinter dir und den Gedanken freien Lauf. Einfach ein richtig gutes Gefühl.
Mehr habe ich dazu nicht zu sagen. Außer vielleicht: Liebe Band und liebes Label ... der Festivalsommer ist vorbei - solch ein Album hätte ich davor gebraucht! (sw)

8,5/10