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VANIK - Vanik

VÖ: 16. Dezember 2016
Ván Records

Eigentlich werdet ihr bereits beim ersten Durchlauf feststellen, dass sich sämtliche Vorwürfe verbieten, die Commandor Vanik unterstellen, er würde neben seiner Arbeit bei Midnight und Vandallus nach noch mehr Aufmerksamkeit lechzen. De facto haben Vanik erstens quasi nichts mit Vandallus zu tun (bei denen ja auch der Bruder des Commandor das Zepter schwingt) und zweitens gibt es auf "Vanik" zwar ein paar Midnight-würdige Dinger ("Deadly Pleasures", "Midnight Ghoul"), aber das ist eben nicht alles. Commandor Vanik macht auf diesem Debüt-Scheibchen eine verdammt gute Figur als rotziger Frontmann, der dennoch mit Melodien umzugehen weiß und auch ein paar spitze Screams drauf hat. Darüber hinaus gibt er seinem Gitarrenspiel mehr freien Lauf - auch hier wieder mit mehr Melodieanteil, immer songdienlich und aussagekräftig, dennoch etwas ausgelassener, was nichts Schlimmes heißt. Das bedeutet, dass wir auf "Vanik" eine halbe Stunde eine hochwertigen High Energy Metal um die Ohren gehauen bekommen, der dreckig und punkig daher kommt, aber auch die Eigenschaften eines fokussierten Songwriters mitbringt. "Fire Again" und "One More Dose" geben ein geniales Wachmacher-Doppel ab, das kurze Speed-Instrumental "Dr. Speed" brilliert mit saucoolen Solo-Trade Offs zwischen Gitarren und Bass (! - von Shok Paris/Ringworm-Mitglied Ed Stephans) und das finale "Island Of Lost Souls" werdet ihr stante pede mitgrölen.
Fazit: Die Frage der Daseinsberechtigung stellt sich nicht - das Ding werdet ihr haben wollen … nur ein Durchlauf - nagelt mich ruhig drauf fest. (sw)

8,5/10