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VANISHING POINT - Distant Is The Sun

VÖ: 21. Februar 2014
AFM Records

Selten war die Aussage: "das Warten hat sich gelohnt!", so treffend, wie bei den Australiern von Vanishing Point, für deren fünftes Album "Distant Is The Sun" man sich ganze sieben Jahre Zeit gelassen hat. Der Auftakt in dieses Melodic Metal Album - mit leicht progressivem Anstrich - ist nämlich überraschend furios: Mit dem Highspeed Kracher "King Of Empty Promises", dem genial rockenden Titelsong, sowie dem hymnischen "When Truth Lies" (großartiger Refrain!) startet die Truppe aus Melbourne gleich mit drei mehr als amtlichen Songs, die die Kollegen bzw. ähnliche Bands (Sonata Arctica, Symphony X, Dream Theater) durchaus etwas blass aussehen lassen - ein Auftakt nach Maß. Dass man dieses Niveau nicht auf gesamter Albumlänge wird halten können, war allerdings (leider) abzusehen. Im Folgenden blitzen allerdings noch Titel wie das Duett mit Sonata Arctica's Tony Kakko ("Circle Of Fire"), die AOR-Feeling versprühende Schmachtballade "Let The River Run" oder auch das akustische Instrumental "April" positiv auf. Dazwischen viel Bewährtes und Gutes, keinerlei Füller oder gar Ausrutscher, mit Silvio Massaro einen begnadet guten Sänger und auch technisch, sowie in Sachen Sound, ist hier alles top. "Distant Is The Sun" erweist sich als ein absolut gelungenes Album, das - wenn man das Niveau der ersten drei Songs hätte halten können - zu einem regelrechten Kracher hätte werden können. Aber acht Punkte mit kleinem Ausrufezeichen stehen eh außer Frage. (maz)

8/10