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VARDAN - Despicable Broken Hope

VÖ: 28. April 2015
Moribund Records

Früher hatte ich die offensichtlich total naive Vorstellung, dass man ungefähr drei bis fünf Personen benötigt, um Metal zu spielen. Aber was so ein richtig echter Black Metaler ist, der hasst natürlich alle Menschen und ergo muss er auch seine Mucke ganz alleine machen. Vardan ist ein solcher Kandidat, zuständig für alle Instrumente und den Gesang und dabei unglaublich produktiv. Elf Full-length-Alben hat er bereits auf dem Buckel, davon jeweils drei in den Jahren 2013, 2014 und 2015. Beim ersten Reinhören in sein neustes Werk "Despicable Broken Hope" dachte ich, melancholische Gitarrenmelodie, kranker, tiefschwarzer Gesang, das passt. Allerdings geht die Scheibe 41 Minuten und die Melodie hört sich immer gleich an und das rumpelige, wischiwaschi Drumming haut mich auch nicht gerade vom Hocker. Es macht daher gar nichts, dass die Songs "I", "II", "III", "IV" und "V" heißen, denn welcher gerade läuft, ist völlig unerheblich. Vielleicht sollte mal jemand dem Vardan ein paar Antidepressiva in sein Erdloch werfen, damit der da rauskrabbelt und sich einen Kumpel sucht, der Schlagzeug spielen kann, denn ansonsten bleiben einzig die fiesen Vocals, die mich bei dieser Scheibe überzeugen können. (st)

6,5/10